Was für ein Theater! - Aufführung des Literaturkurses der Q1

Jeder, der bisher der Ansicht gewesen war, die Kunst des Theaterspielens käme angesichts der zahlreichen musikalischen Veranstaltungen am ASG zu kurz, konnte sich am Abend des 9. Juni eines Besseren belehren. Denn der Literaturkurs der Stufe Q1 unter der Leitung von Frau Sahre hatte zur Aufführung des Stückes "Peer Gynt" in die Aula der Schule geladen. Und was den Zuschauern im Laufe der knapp zwei Stunden geboten wurde, war ein absolutes kulturelles Highlight.

Die 21 Schülerinnen und Schüler des Literaturkurses waren sich zu Beginn des Schuljahres schnell einig, ein Theaterstück auf die Bühne zu bringen, und nach reifer Überlegung entschied man sich für die Bühnenbearbeitung des dramatischen Gedichts von Henrik Ibsen. Um alle Kursteilnehmer einbinden zu können, wurde einiges umgeschrieben, sprachlich abgeändert und mit einer Reihe Zitaten aus Goethes Faust ergänzt. Das Ergebnis war eine äußerst unterhaltsame und amüsante Darstellung der Lebensreise eines Träumers, der, wie es auf dem Infoplakat hieß, "sich selbst genug ist, ohne jemals wirklich er selbst zu sein" und somit erst kurz vor seinem Ableben erkennt, "dass sein Ich auf der Strecke geblieben ist."

Die Schülerinnen und Schüler überzeugten mit austrahlungsstarkem Schauspiel, gekonnter Gestik und Mimik sowie Witz und Pathos an den richtigen Stellen. Dabei hatten, wie Frau Sahre betont, die meisten von ihnen eine unglaubliche Entwicklung durchlaufen, bevor sie diese Professionalität erreichen konnten. Liebesszenen, bühnentaugliches Spiel sowie deutliches aber nicht affektiertes Sprechen wollen gelernt sein und verlangten den jungen Talenten ein knappes Schuljahr harte Arbeit und Disziplin ab. Dass dabei auch Kreativität und Eigeninitiative eingesetzt wurden, zeigte sich unter anderem daran, dass während der Proben immer wieder neue Einfälle und Ideen aus der Gruppe kamen, die in das Stück mit aufgenommen wurden und es bereicherten. Sogar während der Aufführung gab es eine Szene, die so nicht vorgesehen war, nämlich als die Mischgeburt (gespielt von Maximilian Fiedler) an passender Stelle spontan seinen  Stock zerbrach. So erlebten die Zuschauer, die zahlreicher erschienen waren als es der Literaturkurs erwartet hatte, einen überaus unterhaltsamen Abend, für den Schülerinnen und Schüler einmal in ganz andere Rollen schlüpfen konnten als üblich. Entsprechend begeistert war auch Schulleiterin Frau Willenbrink, die die Gruppe und ihre Leiterin Frau Sahre zur der großartigen Leistung beglückwünschte. Ein großes Lob an alle Beteiligten!

Natürlich geht nichts ohne technische Unterstützung. Daher seien an dieser Stelle auch die Schüler aus der Technik des ASG erwähnt, die unter der Leitung von Christoph Denskat viele viele Stunden gearbeitet, mitgeprobt, zahlreiche Ideen eingebracht und somit viel Freizeit investiert hatten. Ein großes Dankeschön also auch an die Techniktruppe.

Bleibt zu erwähnen,  dass dieser Abend gezeigt hat, welch große Talente jenseits vom regulären Schulalltag in den Schülerinnen und Schülern unserer Schule zu entdecken sind. Das weckt Vorfreude auf weitere künstlerische Höhepunkte in den kommenden Wochen: die Aufführungen der Theater AG im Juni und die Schulkonzerte im Juli.

Und hier noch ein paar Eindrücke des Theaterabends am 9. Juni:

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