„Bridge of Arts“ – Türkeiaustausch 2019 Hürth - Burhaniye

„Erinnerungen, die für immer bleiben!“

Am 19. Mai 2019 hatten wir das große Glück, unsere sieben türkischen Austauschschülerinnen und ihren Begleiter Herrn Șenkul mit etwas Verspätung bei uns in Hürth empfangen zu dürfen. Sofort ist uns aufgefallen, dass die Kommunikation und die Verständigung auf Englisch kein Problem war. Wie erwartet, waren alle von der langen Anreise aus Burhaniye sehr erschöpft. Aus diesem Grund konnten die Austauschschülerinnen am gleichen Abend Bekanntschaft mit ihren Gastfamilien machen und Energie für die nächsten sieben Tage tanken.

Am ersten Morgen frühstückten wir gemeinsam. Dann ging es für drei Stunden in den Unterricht, damit unsere Austauschschülerinnen den Unterricht in Deutschland kennenlernen konnten. Nach dem gemeinsamen Mittagessen in der Mensa gab es eine Schulführung und einen kurzen Besuch bei unserer Schulleiterin Frau Willenbrink. Anschließend spielten wir einige Kennenlern- bzw. „Warm-up-Spiele“, um die Atmosphäre zwischen den Lehrern, den Austauschschülerinnen und uns aufzulockern. Nach Schulschluss erkundeten wir gemeinsam die Stadt Hürth, wobei ein gemeinsames Waffelessen im Hürth-Park nicht fehlen durfte.

Am Dienstag ging es mit Bus und Bahn nach Köln. Zum Einstieg in unser Thema „Bridge of Arts“ machten wir eine Street-Art-Tour mit dem professionellen Graffiti-Künstler Henning Hüttner, um erste Ideen für die Gestaltung unserer eigenen Wand zu sammeln. Bei leider sehr regnerischem und stürmischem Wetter machten wir im Anschluss eine Dombesichtigung und gingen auf den Panoramaturm, von dem aus wir die schöne Aussicht auf die ganze Stadt genossen – zumindest auf den Teil, den wir durch die Regenwand sehen konnten. Als schließlich auch das Wetter unsere Laune widerspiegelte und die Sonne schien, gestalteten wir unsere Freizeit mit einer gemeinsamen Besichtigung des Schokoladenmuseums und zeigten unseren Gästen dann die bekannte Schildergasse der Stadt Köln. Um den schönen Tag ausklingen zu lassen, gingen wir am Abend alle zusammen bei 10 Pin in Hürth Pizza essen und bowlen. Und obwohl nicht alle sehr gut darin waren, machte es der Gruppe riesigen Spaß. Nach diesem aufregenden Tag haben wir gemerkt, dass nicht nur wir Schüler untereinander stärker zusammengewachsen sind, sondern auch das Verhältnis zu den Lehrern (Frau Weiler, Herr Förster, Herr Nötzel und Herr Șenkul) stärker wurde.

Der Mittwoch startete mit der Ideensammlung für unser Projekt, an das sich ein Besuch beim Bürgermeister Herrn Breuer anschloss. Geplant war dann – nach dem gemeinsamen Mittagessen in der Mensa – die Gestaltung unserer eigenen Wand am Berliner Platz. Doch an dieser Stelle mussten wir spontan umplanen und sind nach Bonn gefahren, da Herr Hüttner aufgrund eines Autounfalls nicht vor Ort sein konnte, um uns beim Besprühen der Wand zu helfen. Obwohl der Tag in Bonn erst am Folgetag geplant war und wir sehr spontan handeln mussten, hat alles super funktioniert und wir hatten trotzdem einen sehr schönen und aufregenden Tag! Während die eine Gruppe das Haus der Geschichte besuchte, verbrachte die andere Gruppe schon einmal Zeit in der Stadt und entspannte sich unter anderem in der Eisdiele, in der ein leckeres Eis gegessen wurde. Obwohl jeder sehr viel Verantwortung tragen musste, da wir nicht nur auf uns, sondern auch auf unsere Austauschschülerinnen Acht geben mussten, verlief alles reibungslos.

Am Donnerstag war es dann endlich soweit! Mit Hilfe von Herrn Hüttner haben wir eine 45 m² große Wand besprüht und all unsere Ideen miteingebracht. Jeder konnte hier seine Künste unter

Beweis stellen und alle hatten sehr viel Spaß. Passanten, die währenddessen an der Wand vorbeiliefen, bestaunten sie und lobten uns. Viele drückten auch aus, dass ein so schönes und interkulturelles Projekt viel öfter durchgeführt werden sollte. Am selben Tag kam auch eine Journalistin des Kölner Stadt-Anzeigers und interviewte uns. Am Ende des Tages waren alle stolz auf unser gemeinsames Endergebnis. Diese Wand ist ein Werk, an dem wir regelmäßig vorbeigehen und an der jedes Mal unsere Erinnerungen an die schöne Zeit geweckt werden.

Am Freitag stand die Präsentation unseres Graffitis an. Wir alle waren aufgrund der großen Menschenmenge, die uns zuhörte, sehr aufgeregt. Jeder übte noch ein letztes Mal seinen Text und dann war es so weit. Mit kühlen Getränken, Sekt und ein paar Snacks versuchten wir unter der Hitze vor Schulleiterin Frau Willenbrink, Bürgermeister Herr Breuer, mehreren Schulklassen, vor dem türkischen Generalkonsul und dem Bildungsattaché sowie Journalisten sowohl die Botschaft des Projektes, als auch den Spaß an der gemeinsamen Arbeit so gut wie möglich darzustellen. Im Anschluss an die Präsentation gingen zum Getrudenhof und kauften ein, um in der Schulküche Salate für unsere Abschiedsfeier vorzubereiten. Da das Wetter mitspielte, überbrückten wir die Zeit vor der Abschiedsfeier mit unseren Austauschschülerinnen am Otto-Maigler-See. Das Abschlussfest fand freitagsabends bei im Garten einer der Gastfamilien statt. Die selbstgemachten Salate wurden von allen gegessen. Zudem wurde gegrillt, gespielt, musiziert und einfach die letzte gemeinsame Zeit genossen. Im Laufe der Abschiedsfeier kam bei den meisten schon Wehmut auf, weil wir einander nicht verlassen wollten und es flossen erste Tränen. Der Abend wurde mit kleinen Abschiedsgeschenken beendet.

Der Samstag war wohl der einzige Tag, der uns nicht gefallen hat, da die Verabschiedung anstand. Wir alle wussten, dass wir die Erinnerungen für immer behalten würden und dass hier der erste Abschnitt des Austausches und damit eine wunderschöne Zeit enden würde. Wir alle freuen uns schon sehr auf den Rückaustausch im September. Die Möglichkeit, so eine Erfahrung machen zu dürfen, bekommt man nicht oft, deshalb empfehlen wir dies auf jeden Fall weiter. Es war eine unglaubliche und unvergessliche Zeit, an die wir uns jeden Tag gerne zurückerinnern. Aus diesem Grund bedanken wir uns noch einmal ganze herzlich bei Frau Willenbrink und bei Herrn Hüttner, der uns tatkräftig bei der Gestaltung unserer Wand unterstützt und uns verschiedene Techniken beim Graffitisprühen beigebacht hat. Des Weiteren bedanken wir uns bei der Deutsch-türkischen Jugnedbrücke und dem Partnerschaftsverein Hürth, die uns wirklich eine sehr große Hilfe bei der Finanzierung waren. Zu guter Letzt danken wir unseren Lehrern Frau Weiler, Herrn Förster, Herrn Nötzel und natürlich Herrn Șenkul. Ohne diese Hilfe, wäre so ein schöner Austausch nicht möglich gewesen.

Selin Durmuş und Hanna Wenda, Stufe 9

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