Geschichte - Vom Gymnasium i.E. Sudetenstraße zum ASG mit bilingualem deutsch-spanischem Zweig

2008 – G8 und die Folgen

Nun, eine seriöse Einschätzung der Folgen im Sinne der längerfristigen Bedeutung, die die Schulzeitverkürzung auf 8 Jahre (G8) für die Schule hat und haben wird, wird sicher erst in ein paar Jahren möglich sein, wenn etwa der erste Doppeljahrgang 2013 die Abiturprüfung ablegt. Allerdings können an dieser Stelle zumindest die Veränderungen dargestellt werden, die die Reduzierung der Lernzeit am Gymnasium auf 8 Jahre bisher mit sich gebracht hat. Denn im Schulalltag hat geradezu ein Paradigmenwechsel stattgefunden. Das bezieht sich einerseits auf eine neue Rhythmisierung des Schultages und eine andere Taktung der Stunden, d.h. nach einer sechzig-minütigen Mittagspause geht der Unterricht noch einmal weiter bis 15.45 Uhr.

Es wäre allerdings eine Illusion zu glauben, dass die Veränderungen sich nur auf die zeitliche Verlängerung des Schultages beziehen, alles Andere aber so bleiben kann wie bisher. So wurde zunächst einmal die Mittagspause so gestaltet, dass die Schülerinnen und Schüler in der Mensa essen können, aber auch an Aktivitäten (offene Turnhalle, Spiele etc.) teilnehmen können. Vor allem aber bedingt die Tatsache, dass sich der Umfang der Lernzeit pro Tag vergrößert hat, eine Veränderung des Unterrichts. So ist die methodische Weiterentwicklung des Unterrichts ebenso unabdingbar wie die verstärkte Arbeit an einer den genannten Herausforderungen angemessenen Haltung und Einstellung aller am Lernprozess Beteiligten. Seither sind folgende Aspekte Schwerpunkte der pädagogischen Arbeit am Albert-Schweitzer-Gymnasium: Verhalten innerhalb und außerhalb des Unterrichts, Anstrengungsbereitschaft, methodisches Arbeiten sowie individuelle Förderung.

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In diesem Zusammenhang erhielt so auch die Schulvereinbarung des ASG, die in einem längeren Austausch aller am Schulleben beteiligten Gruppen entwickelt und anlässlich der Abiturzeugnisverleihung 2007 in einem feierlichen Akt als Gründungsurkunde unterzeichnet wurde, eine neue Bedeutung. Die gesamte Vereinbarung, die die Selbstverpflichtung der Schulgemeindemitglieder im Geiste der Albert-Schweitzer-Ideale auf ein gemeinsames Handeln und menschliches Miteinander beinhaltet, steht unter dem Titel „Wir am ASG“. Damit wurde das Motto des 30jährigen Bestehens aufgenommen und das vorherrschende allgemeine Gefühl an unserer Schule zutreffend beschrieben.  

 

 

 

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